Muttermilch - der Supersaft
Was wäre, wenn sich alle Eltern bewusst würden, dass ihre Worte und Handlungen direkt vom Unterbewusstsein ihres Kindes abgespeichert werden?

Stillen ist viel mehr als nur Hunger stillen
Sie ist die wertvolle Helferin, welche die Darmbesiedelung stärkt. Sie beliefert die Verdauung und das Immunsystems mit über 200 komplexen Zuckermolekülen, die als Präbiotika die guten Bakterien im Darm unterstützen, Infektionen vorbeugen und zum Beispiel das Risiko einer Gehirnentzündung senken
Muttermilch ist lebendig, sie enthält lebende Zellen, hunderttausende bioaktive Inhaltsstoffe, die man unter dem Mikroskop umherwuseln sehen kann.
Wenn das Baby krank ist, "merkt" das der Körper der Mutter beim Stillen und passt die Zusammensetzung der Muttermilch entsprechend mit Antikörpern und zusätzlichen weissen Blutkörperchen an, um dem Baby beim Gesunden zu helfen.
Ausschliessliches Stillen in den ersten 4-6 Monaten reduziert die Anzahl Infektionen im Säuglingsalter um 40-70%.
Stillbabys haben ein geringeres Risiko für Diabetes Typ 2, Ohreninfektionen, Atemwegs-, Herz -und Kreislauferkrankungen.
Langzeitstillen über 6 Monate schützt nachweislich sogar vor bestimmten Krebsarten
Stammzellen in der Muttermilch, die sich in andere Körperzellen, wie Knochen-, Fett-, Leber- und Gehirnzellen verwandeln können und so praktisch die Rolle eines internen Reperatursystems übernehmen können.
Das Gehirn ist das fettreichste Organ im Körper, in den ersten 6 Monaten verdoppelt es sich fast und nach 2 Jahren hat es 80% seiner vollen Grösse erreicht.
Muttermilch unterstützt diese wichtige Entwicklung mit wertvollen Fettsäuren.
Forschungen zufolge verfügen gestillte Babys über 20-30% mehr Weisse Substanz im Gehirn als Babys, die mit Säuglingsnahrung gefüttert wurden.
Die Weisse Substanz ist wichtig für die Verbindung und Kommunikation der einzelnen Gehirnbereiche.
Babys, die gestillt werden, haben als Kinder und Teenager ein rund 13% kleineres Risiko, übergewichtig oder adipös zu werden.
Muttermilch enthält Hormone, die den Appetit regulieren und beeinflussen, wie unser Körper Insulin produziert und damit umgeht.
Stillen senkt das Risiko des "Plötzlichen Kindstodes"
2 Monate stillen um 50%, 4 Monate um 60% und über 6 Monate um 74%.
In der Muttermilch enthaltene Stoffe, die das Gehirn in seiner optimalen Entwicklung unterstützen, trainieren die Atmung und helfen dem Kind, seine Atmung zu kontrollieren
Gestärkte Abwehrkräfte durch Antikörper in der Muttermilch reduzieren das Risiko für Atemwegserkrankungen.
Die durch das Stillen gekräftigte Atemmuskulatur hilft dabei, dass die Luftwege geöffnet bleiben.
Stillen fördert das Co-Sleeping, dadurch besteht eine grössere Chance, Unregelmässigkeiten in der Atmung rasch zu erkennen.
Schläft das Baby neben der Mutter, passt sich sein Atemryhthmus dem der Mutter an.
Gestillte Babys haben einen unruhigen Schlaf, dies kann anstrengend sein, doch das nächtliche Stillbedürfnis wirkt wie ein eingebautes Sicherheitssystem.
Schläft das Baby bei den Eltern, hat es tiefere Stresshormon Werte und eine ruhigere Atmung und Herzfrequenz.
Allein schlafende Babys verfallen durch die Trennung von der Mutter in einen primitiven Verteidigungsmodus, nach 6 Stunden erreichen sie doppelt so hohe Stresshormonwerte im Vergleich zu einem Baby, das bei den Eltern schläft.
Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich dauernd und passt sich exakt den Bedürfnissen des Kindes an.
Im Laufe des Stillvorgangs und im Laufe des Tages.
Dies hilft dem Baby, sich zeitlich orientieren zu lernen.
Morgens enthält die Muttermilch mehr Cortisol und andere Muntermacher, das weckt auf, wohingegen abends und nachts andere Stoffe wie etwa ein erhöhter Melatoninspiegel helfen, dem Kleinen zur Ruhe zu kommen und seinen Schlafthythmus unterstützen.
In den ersten Tagen fliesst die Vormilch (Kolostrum), welche sehr viele Antikörper enthält, die das Neugeborene schützen.
Nach etwa 4 Wochen bildet die Brust die reife Muttermilch. Die Inhaltsstoffe passen sich laufend den Bedürfnissen des Kindes an.
Während einem Wachstumsschub produziert die Brust auch vorübergehend nahrhaftere Milch, da das Baby den grössten Teil seiner Kalorien für die Gehirnentwicklung braucht.
Auch während dem Stillvorgang selber ändert sich die Zusammensetzung, die „Vordermilch“ stillt vor allem den Durst des Babys und die „Hintermilch“ enthält mehr Fett und stillt so den Hunger des Babys.